Archive for the 'Ausbildung' Category

Biologisches Feuer oder Verdauungsfeuer (Agni)


August 6th, 2007


Es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen physischem und biologischem Feuer oder Agni, außer dass Agni mit lebendem Organismus assoziiert wird. Seine Hauptaufgabe ist, die Nahrung in einfachste Bestandteile aufzuspalten, so dass der Körper sie aufnehmen kann. 

Es gibt zwei Konzepte des biologischen Feuers:

ð         Agni (13):          Jatharagni (1), Bhutagni (5), Dhatwagni (7)

ð         Pitta (5):           Pacaka, Ranjaka, Sadhaka, Alocaka, Bhrajaka 

Lage und Funktion (anatomisch wie physiologisch) sind verschieden, ausgenommen bei Jatharagni und Pacaka Pitta. Agni umfasst einen größeren Bereich: physisch, chemisch und biologisch. Pitta hingegen bezieht sich nur auf lebende Organismen.

Von den 13 Agnis wurde Jatharagni viel Bedeutung zugeschrieben (Synonyme: Kayagni, Pacakagni, Loshtagni, Antaragni, Audarya Tejas. Kayagni bezeichnet die Funktion in der Pathogenese und der Behandlung. Alle Krankheiten können einem Mangel an Agni zugeschrieben werden. Andererseits sind alle Krankheiten unter Kontrolle zu bringen, sofern sie durch Agni umzukehren sind. 

Unser Körper ist das Produkt unserer Nahrung. Krankheit entsteht als Resultat falscher Ernährung. Die Unterscheidung zwischen Freude (Gesundheit) und Schmerz (Krankheit) entsteht als ein Ergebnis des Unterschieds zwischen gesunder und ungesunder Ernährung3. Agni als verantwortlicher Faktor für die Nahrungsumwandlung in Dosha (Bioenergie), Dhatu (Körpergewebe) und Mala (Abfallprodukte) verdient einer detaillierten Betrachtung.

none
date
 

Kayachikitsa


July 27th, 2007


Professor Dr. Subash Ranade (SEVA Akademie)

Bekannt geworden ist Ayurveda im Abendland als Wellness- und Vorsorgepraxis, als System, ein langes und gesundes Leben auf der Basis gefundener Harmonie mit sich selbst zu führen. Das zeigt das grundsätzlich andere Herangehen der traditionellen indischen Medizin an das Geschenk des menschlichen Lebens – und dennoch ist der Aspekt von Vorsorge ja nur ein Teil des Gesamtsystems der ayurvedischen Medizin.Selbstverständlich hat Ayurveda auch ein differenziertes und hochwirksames System des Umgangs von massiven Störungen des physisch-psychischen Gleichgewichts – also Krankheiten – anzubieten. Ähnlich wie in der modernen westlichen Medizin kann man die ayurvedische Medizin grob in zwei Hauptsysteme einteilen: Chirurgie und Innere Medizin. Wie hochentwickelt die altindische chirurgische Kunst war, können wir nur ahnen anhand der überlieferten Texte und auch der archäologischen Funde; es war eine Kombination von handwerklichem Geschick, profunder Kenntnisse der Anatomie und Physiologie und auch einem Wissen von Anästhesie, Wundversorgung und -heilung. Hier ist ja auch in der modernen Medizin eine sehr umfassende Entwicklung geschehen. Die innere Medizin handelt von der Diagnostik, der Behandlung und der Heilung von Krankheiten, die sich im Menschen entwickelt haben. Und hier werden schon bei der Diagnostik große Unterschiede zur westlichen Medizin deutlich. Während die westliche Medizin gewaltige Fortschritte gemacht hat im Bereich der bildgebenden Verfahren und der Differenzierung feinster quantitativer Abweichungen im Körper, gibt es kaum Möglichkeiten zur Feststellung der ursächlichen, qualitativen Veränderungen der im Körper wirkenden Kräfte. Hier liegt die große Stärke des Ayurveda – eine Schicht tiefer schauen zu können in eine Ebene des Wirkens von ganz elementaren natürlichen Strömungen: Kräfte des Verfestigenden, des Umwandelnden und des Auflösenden/Vergeistigenden, die in uns und um uns herum wirken, denen wir mit unserem Essen, Trinken, Schlafen, Verhalten, mit unserem Denken und Fühlen und unseren Anlagen in unterschiedlichem Maße Einlass in unser Sein geben und ihnen so erlauben oder sie behindern, unseren Körper gesund zu gestalten. Hier versucht der ayurvedische Therapeut einen Zugang zu erhalten durch die verschiedenen Möglichkeiten, die Störungen im Wirken eines oder mehrerer dieser Kräfte herauszufinden und mit unterschiedlichen Mitteln das Gleichgewicht wieder zu erreichen.

Infos und Termine mit Prof. Ranade finden Sie hier:

none
date
 

Klangarbeit


July 27th, 2007


ist eine der Möglichkeiten, den Menschen in seine kosmische Ordnung und in Einklang mit sich selbst zu bringen, bestehen wir doch – aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet – selbst aus Klang, aus Schwingung, die sich in einer physischen Form ausdrückt.Die vedische Heilkunst beinhaltet bereits in den mehr als 3000 Jahren alten Schriften eine Reihe von Mantren, die rhythmisch wiederholt, von Hymnen und medizinischen Texten, die in Tonintervallen mehrfach rezitiert werden. Das dauernde Wiederholen versetzt den Körper in eine tranceähnliche Schwingung, macht den Kopf frei und leer und führt zu einer tiefen Entspannung, die Loslassen und Heilung ermöglicht.Die Ursprünge der Kunst der Klangschalenanwendungen sind nicht so gut nachvollziehbar, am besten überliefert wurden sie in Tibet, und es gibt auch Hinweise auf altindische Quellen. Gongs sind nicht nur klanglich, sondern auch optisch beeindruckende Oberton-instrumente mit einer geradezu magischen Ausstrahlung. Jeder Anschlag bringt einen neuen Klang zur Entfaltung, die Möglichkeiten der sphärischen Klänge sind schier unendlich. Die Tabla-Trommeln bringen einmal mit den hohen weiblichen Klängen die obere Körperhälfte zum Schwingen und mit der Baya und ihren männlichen Klängen die untere, vor allem den Lendenbereich.


Es gibt viele Arten, um Klänge und Musik zum Zwecke des Wohlbefindens und der Harmonisierung einzusetzen. SEVA bietet eine Ausbildung zum Energie- und Klangschalen-Praktiker oder -therapeuten an, die verschiedene, sich gut ergänzende Aspekte der Klangarbeit beinhaltet: Klangschalen, tibetische Stimmgabeln, Gongs, Grundlagen von Qi-Gong, Klangmeditationen, Kirtan- und Mantrasingen, spirituelle Lieder, Demonstation der klassischen indischen Perkussion.Die Anwendungsbereiche sind vielfältig – bei körperlichen Beschwerden, seelischen Problemen, psychischen Spannungszuständen oder auch nur, um die Energiezentren zu stärken, damit die Lebensenergie frei fließen kann. Klang befreit von Unsicherheiten und Ängsten, macht das Herz frei, reinigt das Verdauungssystem, löst Schulter- und Nackenverspannungen, lockert den Lendenbereich, lindert Schmerzen in den Gelenken und lockert Verhärtungen in Muskelpartien, der Klang und die Schwingung ergießt sich heilend von der Fußsohle bis zu den Haarspitzen.

Näher Infos bekommen Sie hier:


Tags: , , , , ,
date