Archive for January, 2008

Waschnüsse aus dem Himalaja


January 14th, 2008


+
mild und sanft reinigend In Indien und Nepal ist die Waschnuss schon seit Urzeiten als pflanzliches Waschmittel im
täglichen Gebrauch. Die indische Waschnuss (Sapindus Mukorossi) kommt hauptsächlich in Nepal und Nordindien vor. Geerntet wird Oktober bis November. Nach der Ernte werden die Waschnüsse geknackt. Der innere Kern ist für die Wäsche nicht geeignet, nur die äußere Schale. Die Waschnuss-Schalen werden sorgfältig getrocknet und in Stoffbeutel verpackt.
Steckbrief
Ursprünglich ist der Waschnussbaum in Südindien beheimatet, doch heutzutage findet man Ihn über ganz Indien verbreitet. Der Waschnussbaum wächst gewöhnlich bis zu 15 m in die Höhe und an der Krone bis zu 1,50 m in die Breite. Die Blätter werden 12 bis 30 cm lang. In den Monaten März/April ist der Baum mit weißen Blüten geschmückt. Die Ernte der Früchte (Waschnüsse) findet im September/Oktober statt. Die reifen Nüsse haben eine goldene Farbe und sind klebrig. Durch Lagerung trocknen die Nüsse, ihre Farbe verändert sich zu einem rötlichen Brauns und die Klebrigkeit lässt nach. Nach etwa zehn Jahren trägt der Waschnussbaum die ersten Früchte, welche dann ca. 90 Jahre lang geerntet werden können. Diese Nachhaltigkeit des Baumes ist ein wesentlicher Aspekt für die Ökologie. Die Pflanze hinterlässt nach dem Ernten kein Ödland oder womöglich ausgelaugte Böden. Die Bäume produzieren Sauerstoff und bauen das für den Treibhauseffekt verantwortliche Gas Kohlendioxid ab.
Herstellung
Die Waschnüsse werden in Nepal von einheimischen Dorfbewohnern in den Wäldern
gesammelt. Zur Erntezeit gibt die dortige Forstverwaltung Lizenzen für das Sammeln der
Waschnüsse aus. Somit kann garantiert werden, dass die Wälder pfleglich behandelt werden und auch keine Kinder in den Arbeitsprozess gelangen. Auf dem Landweg werden die Waschnüsse nach Bombay gebracht, wo die Weiterverarbeitung erfolgt. Hier unterstützen wir bedürftige Menschen, welche sich durch das Trocknen und Entkernen der Waschnüsse eine angemessene Lebensgrundlage sichern können. Auch hier wird sichergestellt, dass keine Kinder an den Arbeiten beteiligt sind. Auf dem Seeweg werden die Waschnüsse nach Europa transportiert.
Traditionelle Verwendung
In alter Zeit nutzten die indischen Frauen Waschnuss-Schalen, um ihr schönes Haar zu
waschen und zu pflegen. Die Menschen verstanden auch die Kunst, Waschnuss-Pulver
zusammen mit ayurvedischen Kräutern zu einer Körperseife zu verarbeiten. Noch heute
werden in der Provinz Indiens das Geschirr und andere Haushaltsgegenstände mit der
Seifenlauge gereinigt. Nebenbei nutzte auch der Juwelier die Waschnüsse, um seinen Goldund Silberschmuck auf Hochglanz zu bringen.
Wie funktioniert die Waschnuss ?
Die Waschnüsse geben eine seifige Lauge ab, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen.
Mit dieser Seifenlauge wird dann gewaschen oder auch geputzt. Die Mechanik der modernen Waschmaschinen bietet beste Bedingungen für den optimalen Einsatz der Waschnuss. Aber auch bei der Handwäsche kann die Waschnuss eingesetzt werden, indem man die Nüsse vorher etwas einweicht und somit die benötigte Seifenlauge herstellt.

Was darf damit gewaschen werden??
Bunt- und Kochwäsche 30 – 90 Grad, Wolle, Seide, Daunen und Haare.
Im Gegensatz zu handelsüblichen Waschmitteln, die eine beträchtliche Anzahl von
Chemikalien wie Lösungsmittel, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Aufheller enthalten,
schont die Waschnuss die Umwelt und ist besonders hautfreundlich.
Allergiker können sich freuen Waschnüsse sind besonders für allergiegeplagte, empfindliche Menschen und für Neurodermitis-Patienten eine tolle Alternative. Die Wäsche juckt nicht mehr auf der Haut, da die Waschnuss ausgesprochen mild ist.

Text: Govinda Natur GmbH

Jetzt ganz NEU : Waschnuss Sachets für die Waschmaschine und Spülmaschine sowie das reinigen von Flächen


Zu beziehen bei SEVA Ayurveda


Tags: , ,
date