Therapie über die Sinne im Ayurveda


October 2nd, 2007


Autor: Dr. med. Detlef Grunert

Die Therapie über die Sinne bzw. über die Sinnesorgane im weitesten Sinne ist Grundlage der ayurvedischen Therapie. Dies scheint auf den ersten Blick vielleicht eigenartig. Im Folgenden werde ich versuchen, die Grundzüge der ayurvedischen Therapie und im Besonderen den Einfluss der Sinne auf die Gesundheit, das innere Gleichgewicht und die Doshas zu erläutern.
Begriffe wie Wohlfühlen, sinnlos, gefühllos, geschmackvoll, farbenfroh u.a. sowie Sprüche aus dem „Volksmund“ z.B. „sauer macht lustig“ zeigen, dass auch die moderne westliche Gesellschaft den Zusammenhang zwischen den Sinnen und Gesundheit bzw. innerem Gleichgewicht kennt. Düfte, Farben, der Geschmack usw. werden in vielen Bereichen zum Wohlbefinden und zum Erreichen bestimmter Ziele eingesetzt. Der Einsatz der Sinne in der ayurvedischen Therapie reicht vom Geschmack über den Geruchsinn bis zum Tastsinn. Auf die vielfältigen Möglichkeiten kann im Folgenden nur kurz und auszugsweise eingegangen werden.

Die Sinne in der ayurvedischen Therapie


1. Der Geschmacksinn

Beginnen möchte ich bewusst mit dem Geschmacksinn, da die Ernährung im Ayurveda die Grundlage jeder Therapie ist und der Geschmack auch die Wirkung von Heilkräutern wesentlich bestimmt. Der Geschmacksinn wird genutzt bei der Auswahl der Nahrung einerseits und bei der Auswahl der Heilkräuter andererseits.
Der Geschmack (Rasa) ist einer der wesentlichen Faktoren für die Wirkung von Nahrung. In der ayurvedischen Ernährungslehre werden sechs Geschmacksrichtungen beschrieben (im Folgenden werden nur die positiven Wirkungen beschrieben):


Süß reduziert Vata und Pitta und erhöht Kapha; süß fördert das Wachstum aller Gewebe, vermehrt die Lebensenergie (Ojas), fördert Stärke und Langlebigkeit, verbessert Haut und Haare sowie die Qualität der Sinneswahrnehmungen, wirkt ausgleichend auf die Psyche, verbessert den Schlaf, usw..


Sauer reduziert Vata und erhöht Pitta und Kapha; sauer verbessert die Verdauung und das Verdauungsfeuer (Agni), fördert die Speichelbildung, regt den Appetit an, verbessert Sinnesorgane und Psyche, nährt das Herz, verbessert die Zirkulation, nährt alle Gewebe außer dem Fortpflanzungsgewebe, usw..


Salzig reduziert Vata und erhöht Pitta und Kapha; salzig fördert die Verdauung, wirkt krampflösend, „reinigt“ die Gefäße, fördert die Ausscheidung von Schlackestoffen, hält das Salz-Wasser-Gleichgewicht aufrecht, fördert das Wachstum, wirkt weichmachend, schmierend, abführend, beruhigend, usw..


Scharf erhöht Vata und Pitta und reduziert Kapha; scharf fördert die Verdauung, unterstützt die Ausscheidung, reinigt die Kanäle (Srotas) inkl. der Arterien von Ablagerungen und Stoffwechselschlacken (Ama), vermehrt Schwitzen, ist keimtötend, reduziert die Gewebe inkl. Muskel- und Fortpflanzungsgewebe (daher Vorsicht vor einem Übermaß an scharfem Geschmack), vermindert Ödeme, erhöht den Stoffwechsel, usw..


Bitter erhöht Vata und reduziert Pitta und Kapha; bitter wirkt entgiftend, Blut reinigend, fiebersenkend (!), antiseptisch, gegen Parasiten, beseitigt Brennen und Juckreiz, stärkt die Festigkeit von Haut und Muskulatur, vermindert Fettgewebe, verbessert den Fettstoffwechsel, verbessert die Leberfunktion, fördert die Verdauung, reduziert Knoten, Zysten, Myome etc., reduziert die Gasbildung im Darm, vermindert Lymphstau, usw..


Herb, zusammenziehend erhöht Vata und reduziert Pitta und Kapha; herb, zusammenziehend wirkt blutstillend, unterstützt die Heilung von Wunden, Frakturen und Geschwüren, vermindert Schwitzen, wirkt Schleim lösend, diuretisch usw..

Beachte: Im Übermaß hat jede der Geschmacksrichtungen auch negative Wirkungen! So werden beispielsweise durch zu viel bitter Kraft und Ausdauer vermindert, Vata erhöht mit der Folge von Vata-Krankheiten, das Gewicht vermindert evtl. bis zur Anorexie, sämtliche Gewebe geschwächt usw..

Im Bereich der Heilkräuter gelten beim Geschmack (Rasa) prinzipiell dieselben Regeln wie bei der Nahrung. Insbesondere die Geschmacksrichtungen bitter sowie herb, zusammenziehend finden sich bei vielen Heilkräutern. Zusätzlich muss hier in jedem Fall noch der Geschmack nach der Verdauung (Vipaka) und die sogenannte Potenz (Virya) berücksichtigt werden. Ich möchte unter 2. noch kurz auf die Potenz eingehen, da hier eine andere Qualität unserer Sinne betroffen ist.



2. Der Temperatursinn

Die Sinneswahrnehmung von kalt oder kühlend bzw. warm-heiß oder erhitzend wird in mehreren wichtigen Bereichen therapeutisch genutzt. Dies sind u.a. die Ernährung, Heilkräuter und Medikamente sowie physikalische Therapien, Atemübungen, Yogatherapie usw..

Die Potenz (Virya) der Nahrung, der Heilkräuter und Medikamente:
Kühlende Eigenschaften besitzen die Geschmacksrichtungen süß (am stärksten), bitter und herb sowie physikalisch kühle Substanzen. Kühlende Eigenschaften reduzieren Pitta wirkungsvoll, vermehren Gewebe und vermindern das Verdauungsfeuer.
Erhitzende Eigenschaften besitzen die Geschmacksrichtungen salzig, sauer und scharf sowie physikalisch heiße Substanzen. Erhitzende Eigenschaften reduzieren Vata und Kapha wirkungsvoll, vermindern Gewebe und verstärken das Verdauungsfeuer.

Der Temperatursinn in der Pancakarma-Therapie
Stark erhitzende Therapien reduzieren Kapha, reduzieren Gewebe, aktivieren das Verdauungsfeuer und den Stoffwechsel und entschlacken stark. Beispiele: Ölmassagen mit Kapha-Öl, Schwitztherapien (Swedana) mit trockener Hitze, Jambira-Pinda-Sweda (heiße Zitronenwickel). Anwendung: Bei Kapha-Störungen und Kapha-Krankheiten wie Übergewicht, Asthma bronchiale etc..
Wärmende Therapien reduzieren Vata, verbessern den Stoffwechsel und verbessern den Aufbau „guter“ Gewebe. Beispiele: Ölmassagen mit Vata-Öl oder Mahanarayana-Thailam, Stirnölguss mit Sesamöl, Schwitztherapien mit feuchter Wärme. Anwendung: Bei Vata-Störungen und Vata-Krankheiten wie Gewichtsverlust, Schmerzen, Angst-Syndrom, Bluthochdruck, Stress-Symptomen etc..
Kühlende Therapien reduzieren Pitta, vermehren Körpergewebe und besänftigen das Gemüt. Beispiele: Ölmassagen mit Pitta-Öl, Stirnölguss mit Buttermilch und Amalaki. Anwendung: Bei Pitta-Störungen und Pitta-Krankheiten wie Entzündungen der Leber, Magengeschwür, Zorn etc..



3. Der Tastsinn (Das Fühlen)

Viele Menschen der modernen Zeit sind gefühllos geworden oder kommen nicht mehr in den Genuss, Berührung zu fühlen. Ayurvedische Massagen und insbesondere Ölmassagen aktivieren und harmonisieren neben vielen anderen Wirkungen auch den Tastsinn. In der Therapie werden alle Tastorgane der Haut genutzt.
Sanfte Ölmassagen (geringer bis mittlerer Druck, langsame Bewegungen, Massage in Richtung der Haare) reduzieren Vata und Pitta, harmonisieren Stoffwechsel, innere Organe und die Psyche und sind damit wirksam bei allen Vata- und Pitta-Krankheiten.
Kräftige Ölmassagen (mittlerer bis hoher Druck, langsame bis mittelschnelle Bewegungen und Massage im Wesentlichen in Richtung der Haare) harmonisieren Vata, Pitta und Kapha, verbessern und aktivieren den Stoffwechsel und sind wirksam bei leichten Störungen der Doshas sowie zur Gesundheitsvorsorge, zur Regeneration und Vorbereitung auf sportliche Aktivität etc..
Intensive Ölmassagen (hoher Druck, mittelschnelle und selten schnelle Bewegungen, Massage intensiv auch gegen die Haarrichtung) reduzieren Kapha, aktivieren intensiv den Stoffwechsel und das Verdauungsfeuer, reduzieren Gewebe und sind wirksam bei allen Kapha-Krankheiten.



4. Der optische Sinn (Das Sehen)

Die Sichtweise eines Menschen prägt stark seinen Charakter. Menschen mit einer ausgeglichenen Sichtweise haben eine angenehme Ausstrahlung! Farben werden primär über die Augen (Sitz von Alochaka Pitta) absorbiert und wirken sekundär über die Haut (Sitz von Bhrajaka Pitta). Farben und auch komplexe „Strukturen“ (z.B. ein Wald, das Meer oder ein zerstörtes Haus) wirken auf das mentale Feuer, auf unser vegetatives Nervensystem und letztlich auf den gesamten Körper und die Psyche. In der Therapie werden einerseits Farben und andererseits angenehme und schöne Natur genutzt, um das mentale Feuer zu harmonisieren oder bei Bedarf zu beruhigen oder zu aktivieren.

Die Wirkungen der Farbe
Alle Farben haben in der Wirkung sattva (ausgleichend), rajas (aktivierend aber auch stark stimulierend oder irritierend) und tamas (schwer und träge machend). Es ist wichtig sattvische Farbtöne zu bevorzugen!


Farben mit sattva Eigenschaften
Alle reinen, warmen und sanften Farben und die Farben der Natur


Weiß fördert Reinheit, Kraft und Spiritualität; beruhigt Herz, Geist und Nerven; heilt Schmerzen, Fieber, Infektionen (Arztkleidung!); reduziert Vata und Pitta.


Gold, sanftes Gelb oder Orange fördert geistige Klarheit, positive Motivation, Selbstbewusstsein und Zufriedenheit; harmonisiert und aktiviert den Geist, fördert die Intelligenz, stärkt Herz und endokrine Organe; verbessert die Immun- und Lebenskraft; reduziert Vata und Kapha, aktiviert Pitta.


Natürliches Grün harmonisiert Nerven und Geist; reguliert den Stoffwechsel; stabilisiert das Gewicht; stärkt Leber und Milz; hilft bei Fieber, Übersäuerung und Kopfschmerzen; senkt Vata und Pitta, steigert bei „Überdosierung“ Kapha. Besitzt eine starke Anti-Stress-Wirkung!


Natürliches Blau fördert Ruhe und erleichtert die Meditation; kühlt Augen und Geist; verbessert den Schlaf; reduziert Ärger und Hass; hilft bei Fieber, Infektionen und Tumoren; verbessert die Immunabwehr; senkt Vata und Pitta, steigert bei „Überdosierung“ die kalte Natur von Vata und Kapha.


Violett gibt positive Autorität und Ansehen; reduziert Herzschmerzen und Verkrampfungen; wirkt antibiotisch und fördert Bildung weißer Blutkörperchen; reduziert Vata, aktiviert Pitta.


Farben mit rajas Eigenschaften
Alle grellen, lauten und künstlichen Farben (z.B. Neonlicht)


Grelles Gelb oder Orange steigert die Energie und Aktivität; kann im ungünstigen Fall zu allgemeiner Hyperaktivität und Überreizung des 2.Chakra führen; steigert Pitta und Vata, reduziert Kapha.


Rot in warmen Farbtönen steigert den Stoffwechsel, gibt Wärme, stärkt das Herz, verbessert die Blutzirkulation; steigert den Willen und das Durchsetzungsvermögen; kann bei grellen Farbtönen oder „Überdosierung“ zu Ärger und Stress-Symptomen führen; steigert Pitta und Vata, vermindert Kapha. Vorsicht: Rot ist die am stärksten wirkende Farbe!


Purpur gibt Autorität und Ansehen; kann Emotionen unterdrücken und steigern. Vorsicht: Mögliche plötzliche Gefühlsausbrüche!


Farben mit tamas Eigenschaften
Alle dunklen, dumpfen und schmutzigen Farben (werden genutzt von offiziellen oder Amtspersonen wie Richter, Schiedsrichter und als Trauerkleidung)


Schwarz erhöht den Widerstand; vermindert Emotionen; kann Angst erzeugen; vermindert Pitta, steigert Vata und Kapha.


Grau gibt Neutralität und vermindert Emotionen; vermindert die Lebensenergie und kann Depressionen auslösen; vermindert Pitta, steigert Vata und Kapha.


Braun gibt Stabilität und Neutralität; vermindert Pitta, stabilisiert Vata und steigert Kapha.

Wichtig: Wähle die Farben deiner „Umgebung“, d.h. deiner Kleidung, von Edelsteinen, deiner Wohn- und Schlafräume, deines Arbeitsplatzes und der Therapieräume sorgfältig aus oder lasse dich von einem Ayurveda-Therapeuten beraten.
Merke: Die Farben der Natur harmonisieren, nähren und stärken Geist und Körper am besten.



5. Der akustische Sinn (Das Hören)

Töne gehören zum Element Äther/Raum aus dem alle anderen Elemente entstehen. Töne, Mantras und Musik können das innere Selbst beruhigen und erwecken. Sie können helfen körperliche, psychische und seelische Störungen zu heilen. In der modernen Welt nehmen unsere Ohren Geräusche aller Art (häufig schrille, zu laute und unangenehme) auf. Hörstörungen, Ohrgeräusche etc. sind Volkskrankheiten. Wir müssen wieder lernen unsere Ohren positiv zu nutzen.


Beispiele für Mantren und ihre Wirkung


Aum erhöht die Lebensenergie. Gut bei Pitta- und Kapha-Störungen und besonders für Männer.


Ram gibt Stärke, Ruhe und Frieden; wirkt besonders gut bei Vata-Störungen, Schlaflosigkeit, Nervosität und Angst; verbessert die Immunabwehr.


Sham gibt Frieden und Ruhe; hilft bei vielen Erkrankungen des Nervensystems und bei psychischen Störungen; wirkt besonders gut bei Pitta- und auch Vata-Störungen.


Hoom bewahrt vor negativen Einflüssen und negativen Emotionen; hilft Ama (Stoffwechselschlacken) zu beseitigen und verbessert die geistige Aufnahme; wirkt besonders gut bei Vata- und Kapha-Störungen.

Das Gayatri Mantra gibt Schutz und Erleuchtung; verbessert und harmonisiert die innere Energie und Lebensenergie.


Das OM Namo Narayana ist das wirkungsvollste Mantra für Heilungen; es harmonisiert die Chakren; es ist für jedes Dosha geeignet.

Prinzipielles zur Musiktherapie
Musik aller Länder wirkt intensiv auf die Psyche und den Körper. Im Ayurveda wird klassische indische Musik (Rags) genutzt. Mit Musik können Emotionen geweckt werden wie Freude, Liebe aber auch Furcht oder Trauer. Angenehme Musik ist Nahrung für die Seele und besitzt einen intensiv heilenden Effekt. Musik begleitet den Tag und den Jahresablauf. Sie hilft den Rhythmus der Natur mit dem eigenen Rhythmus zu harmonisieren. Leben im Einklang mit der Natur harmonisiert alle Doshas, gibt Lebensenergie und ist Gesundheitsvorsorge. Musik wirkt über den akustischen Sinn aber auch, insbesondere bei Rhythmusinstrumenten, über den Tastsinn (Vibrationen).

Wichtig: In Europa kann jede Art guter Musik therapeutisch eingesetzt werden. Musiktherapie erfordert ein großes Wissen und große Erfahrung! Gute Musik für die Therapie ist weder schrill noch dumpf, noch eintönig oder extrem laut. Sie passt zum Rhythmus der Natur und erweckt angenehme Gefühle. Die Musik soll lebendig sein. Daher soll sie auf natürlichen Instrumenten gespielt werden.



6. Der Geruchsinn

Hier schließt sich der Kreis. Geruchsinn und Geschmack liegen eng beieinander und ergänzen sich. Wer nichts riecht kann auch nicht schmecken! Der Geruchsinn wird im Rahmen der Aromatherapie jedoch auch unabhängig therapeutisch genutzt. Aromen werden genutzt in Form von Essenzen oder Räucherwerk in reiner Form oder gemischt mit Basisölen wie Sesam- oder Kokosöl. Reine Aromen sind dabei am wirkungsvollsten!


Beispiele für Wirkungen auf die Doshas:


Vata reduzierend sind Basilikum (Tulsi), Kampfer, Zimt mit Sandelholz, Myrre, etc.

Pitta reduzierend sind Sandelholz, Rose, Lavendel, Lotus, etc.

Kapha reduzierend sind Zimt, Zeder, Myrre, etc.

Beispiele für spezifische Wirkungen:


Basilikum (Tulsi) reinigt den Geist, wirkt antidepressiv, beruhigend, fiebersenkend, antiviral

Kampfer öffnet den Geist, Sinne und Atemwege, hilft bei Kopfschmerzen und Arthritis


Lavendel gleicht alle Doshas aus, beruhigt Emotionen und Nerven; wirkt gut bei Hyperaktivität

Lilie reduziert Vata und Pitta, beruhigt Herz, Nerven und Emotionen; hilft bei Schlafstörungen und Angst; gut bei trockenem Husten

Lotus gleicht alle Doshas aus, beruhigt Herz und Geist; verbessert den Schlaf; erhöht das Gefühl von Liebe; erhöht die Lebensenergie; wirkt antiallergisch
Minze gleicht alle Doshas aus, reinigt Kopf, Nasennebenhöhlen und den Geist
Myrre stärkt Herz, Nerven, Knochen, Gelenke und Uterus; reduziert überschüssiges Fett; verbessert die Geweberegeneration


Rose erhöht Gefühle wie Liebe etc., wirkt als Tonikum auf den Urogenitaltrakt; gut bei Fieber und Husten

Sandelholz wirkt angstlösend, reinigt die Nieren, wirkt als Tonikum für Herz und Lunge; verbessert die Meditation; das beste Aromaöl für den Geist



7. Bemerkungen zum Schluss

Ayurvedische Therapie nutzt, wie beschrieben einerseits auf der eher „groben“ physikalischen Ebene (z.B. über Massagen etc.) andererseits mehr subtil (Farb- oder Aromatherapie, etc.) die Sinne. Jede Therapie über die Sinne aktiviert und trainiert gleichzeitig die jeweiligen Sinne selber bzw. gleicht Störungen im Bereich der Sinne und der Sinneswahrnehmung aus. Letztlich gehört zur Gesundheit körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden. Dieses erreichen wir nur, wenn unsere Sinne aktiv und ausgeglichen sind und die Wahrnehmung positiv ist. Um gesund zu bleiben, müssen wir lernen, über alle Sinne zu genießen! Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar!



Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun. Johann Wolfgang von Goethe





Literatur:

  1. Caraka Samhita. Chowkhamba Sanskrit Series Office
  2. Frawley, D.F.: Das große Ayurveda-Heilungsbuch. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur
  3. Grunert, D.: Bewegung und Sport im Ayurveda. CO´MED 7/2002 20-22
  4. Kumar, K.P. : Mantren. Edition Kulapati 2001
  5. Merrit, S.: Die heilende Kraft der klassischen Musik. Kösel Verlag 1998
  6. Rhyner, H.-H.: Das Praxis Handbuch Ayurveda. Urania Verlag
  7. Rhyner, H.-H., Rosenberg, K.: Das große Ayurveda Ernährungsbuch. Urania Verlag 2003
  8. Srikanta Sena: Ayurveda Lehrbuch. Vasati Verlag 2003
  9. Swami Sada Shiva Tirtha: The Ayurveda Encyclopedia. Sri Satguru Publications. Delhi 1998
  10. Ranade, S.: Ayurveda – Wesen und Methodik. Haug Verlag 1994
  11. The Compendium of Ayurvedic Medicine Principles and Practice. Indian medical Science series No.81. Sri Satguru Publications
  12. Zoller, A., Nordwig, H.: Heilpflanzen in der ayurvedischen Medizin. Haug Verlag 1997


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Das Ayurveda-Kinder Buch von Dr. med. Grunert


September 11th, 2007


Was möchte ich persönlich mit diesem Buch erreichen?

Nach über 20-jähriger Tätigkeit auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin möchte ich meine Erfahrungen an Sie liebe Eltern, Erzieher und Lehrer weitergeben. Einerseits möchte ich Ihnen viele Ratschläge und Tipps für Ihre Kinder und Jugendlichen geben, die Sie auch tatsächlich verwerten und umsetzen können. Andererseits möchte ich zum Denken und zur Diskussion anregen. Ich möchte die Frage stellen, ob Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft tatsächlich optimal gefördert werden? Die Kinder und Jugendlichen sind das höchste Gut in unserer Gesellschaft und bedürfen daher besonderer Aufmerksamkeit und Förderung. Folgender Satz aus den alten ayurvedischen Schriften macht dies deutlich: „Eine gute Versorgung und Förderung der Kinder ist die Grundlage der Gesundheit und der Entwicklung einer Kultur!“
Sie werden sich sicher fragen, was haben Kinder mit Ayurveda zu tun? Welchen Nutzen habe ich für mein Kind, seine Gesundheit, sein Wohlbefinden, seine Leistungsfähigkeit und Intelligenz, wenn ich mich mit Ayurveda beschäftige? Diese und viele andere Fragen werden in diesem Buch beantwortet. Dabei wird das Wissen der „westlichen“ Medizin mit dem Wissen von Ayurveda verbunden. Das Wissen dieser jahrtausende alten Wissenschaft vom Leben ist höchst modern und aktuell. Etwas sehr Wichtiges habe ich während meiner Tätigkeit mit gesunden und kranken Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und manchmal auch Tieren gelernt. Jedes Lebewesen hat individuelle Eigenschaften! Diese Unterschiede werden im Ayurveda durch die Konstitution beschrieben. Wenn Sie die Konstitution Ihres Kindes kennen, wissen Sie auch, welche Ernährung, welcher Sport, welche Bewegung, welche Umgebung, etc. ideal wäre, um die Gesundheit zu erhalten und um Ihr Kind optimal zu fördern. Sie kennen außerdem die Risikofaktoren, die zu gesundheitlichen Störungen, Krankheiten und Energieverlust führen können.
Im Mittelpunkt der ayurvedischen Denkweise steht der Mensch und damit Ihr Kind mit seinen unterschiedlichen Eigenschaften.
Das Ziel von Ayurveda ist bestmögliche Gesundheit, Lebensfreude, Intelligenz und ein langes, erfolgreiches Leben. Dies sind sicher auch Ihre Ziele für Ihr Kind.

zu bestellen unter 089-790468-13 seva bücher

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EKANATH ODER DIE NÄCHSTENLIEBE


September 7th, 2007



Einst lebte ein Weiser, der wegen seiner mächtigen und wirkungsvollen Mantren (Gebete) berühmt war. Diese gab er aber nur wenigen ausgewählten Schülern weiter, von deren Ernsthaftigkeit und Hingabe er sich lange überzeugt hatte. Auch achtete er streng auf die Geheimhaltung der Mantren.

Nun kam ein junger Mann, der Ekanath hieß, in seine Einsiedelei und bat um die geistige Ausbildung und die Einweihung in ein Mantra, das ihn zur Gotterkenntnis führen würde. Der Weise nahm ihn als Schüler an und Ekanath diente ihm in Demut und Liebe. Nach einiger Zeit war der Weise von Ekanaths Wissen und Ernsthaftigkeit überzeugt und bereitete die Feuerzeremonie für die Einweihung vor.

Als sie nun am Feuer saßen, erläuterte der Weise die Macht des Mantras: „Mein lieber Ekanath, beachte bitte, daß dieses Mantra in der Lage ist, jedes Lebewesen, ob Mensch, Tier oder Pflanze von den Fesseln der materiellen Anhaftung zu befreien. Wer dieses Mantra nur eimmal hört, wird seine Liebe zu Gott erwecken und diese Liebe läßt alle Anhaftungen an materielle Sinnesobjekte verblassen. Aber gib acht, wenn du dieses Mantra nicht geheim hältst, wirst du zu ewigem Leid in der Hölle verdammt!“

Nach der Einweihung ging Ekanath voller Freude in seine Heimatstadt und stieg ohne zu Zögern auf den Tempelturm. Er rief alle Bürger zu sich und begann laut das glückverheißende Mantra zu rufen. „Om namo Narayana!„ (Ehre sei Gott) Dann erklärte er den Bürgern die Wirkung des Mantras und alle Versammelten begannen es zu singen.

Als dem Weisen dieser Vorfall zu Ohren kam, schickte er unverzüglich einen Schüler in die Stadt, um Ekanath zu holen. Dieser trat demütig vor den Weisen. Und auf dessen Frage, warum er das geheime Mantra verraten habe, erwiderte Ekanath: „Alle Lebewesen sind Geschöpfe Gottes, alle haben das Recht auf Seine Liebe. Wenn ich alle Wesen durch das Mantra aus der materiellen Anhaftung befreien und ihre Liebe zu Gott wieder erwecken kann, so gehe ich gerne dafür in die Hölle“.

Da umarmte ihn der Weise und sprach mit Tränen in den Augen: „Du bist der erste meiner Schüler, der den wahren Sinn dieses Mantras erkannt hat und es richtig anzuwenden wußte. Möge alle Welt von deiner Tat profitieren.“ Dann segnete er Ekanath mit einem langen Leben und spiritueller Größe.

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Reinhard und Monika Schacker


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Kürbis-Kartoffel-Eintopf


September 5th, 2007

Für 4 Personen
1 kg Butternut- oder Muskatkürbis
1 kg festkochende Kartoffeln
5 – 8 Schalotten
Ghee

Getrockneter und frischer Thymian
Dinkelmehl zum Stauben
Steinsalz
Gemüsesuppe


Die Schalotten schälen, den Kürbis und die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.

Ghee erwärmen, getrockneten Thymian darin sanft anbraten, die Schalotten, den Kürbis und die Kartoffeln dazugeben, kurz anrösten, mit Mehl stauben und mit der warmen Gemüsesuppe aufgießen, sodass alles gut bedeckt ist. Salzen, die frischen Thymianzweigen dazugeben und ca. ½ Stunde sanft köcheln lassen.

Sehr gut gelingt dieser Eintopf in einem gusseisernen Topf.
Dieses Gericht ist sehr gut für Vata und Pitta-Naturen geeignet, Vata’s können das Gericht noch mit etwas Crème fraiche oder mit einem Klecks Sauerrahm verfeinern.

Autorin Silvia Liptay


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Restaurant Metis - feine ayurvedische Küche - seit Januar 2007 in München


August 31st, 2007


Mit allen 6 Geschmacksrichtungen - süß,sauer,salzig,scharf,bitter,herb
-, viel Liebe und Aufmerksamkeit und vor allem konstitutionsgerecht - Vata,Pitta,Kapha
Menüs - (alle 4 Wochen wechselnd) wird im Restaurant Metis, Hochstr.45, 81541 München gekocht. Die ayurvedischen Grundprinzipien kombiniert mit regionalen
Kräutern,Gemüsen aber auch Fisch und Huhn lassen sattwische Köstlichkeiten entstehen.
In einer sehr ansprechenden ( natürlich rauchfreien) Umgebung lässt man den Alltag gerne hinter sich und wird neugierig auf mehr Ayurveda.
Aktuelle Menüs unter www.restaurant-metis.de


Wir freuen uns auf Sie
Ihre Brigitte Förster


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Klassisches Dal Gericht


August 28th, 2007


Zutaten (als Beilage für 2 Personen):

1 große Tasse rote Linsen
2 Tassen Wasser, ca.
1 rote Zwiebel, grob gehackt
1 TL Gemüsebrühe
1 Prise Zucker, 1 Prise Salz
1 EL Currygewürz
½ TL Gelbwurz
1 Prise Zimt oder ein paar Zimtstückchen
1 Prise Nelken oder ein paar ganze Nelken
1 Messerspitze Chillipulver
ein paar Curryblätter
2-3 Knoblauchzehen
etwas gehackten Ingwer
evtl. etwas gehackte Tomate

(von einigen Zutaten eine Messerspitze übriglassen, siehe Zubereitung)

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben und mischen;
Aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis alles Wasser aufgesogen ist;
Nicht zu wenig Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen, etwas gehackten Knoblauch, Zwiebel und Curryblätter anbraten;
Das fertig gekochte Dal dazugeben und unter Umrühren ebenfalls anbraten
Fertig!

Dazu Basmatireis, der mit Nelken und Kardamom gekocht wurde.


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